– Studien / Voruntersuchungen –
Variante-1: Reparaturen der maroden Rohrleitungsstränge
Hierzu liegt eine vom KG-Vorstand entwickelte und bereits auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 06.09.2024 vorgestellte Idee vor, in die maroden Wasserleitungen PE-Schläuche einzuziehen. Die Umsetzung dieser Idee ist jedoch von der Versammlung als unausgereift eingeschätzt und nicht befürwortet worden. Auf der Versammlung der AG WASSER am 15.11.2024 wurde diese Idee nochmals vorgetragen und mit 12 Ablehnungen gegen 1 Befürwortung wiederholt verworfen …

Vorteile:
Kostengünstig, weitestgehend in Eigenleistung erbringbar; angeblich von einem benachbarten Kleingartenverein mit Erfolg umgesetzt
Nachteile:
Querschnitts-Reduzierungen in Druckleitungen sind strömungsmechanisch nicht vertretbar, da sie durch den eingebrachten konstruktiv-technischen Widerstand zu Leistungsverlusten beim (End-) Verbraucher und zu Überlastungen in den betroffenen Leitungsabschnitten führen. In drucklos geführten Leitungen (z.B. Entwässerungen) sind Querschnitts-Verringerungen durch eingezogene Leitungen fallweise (aber auch nicht immer) akzeptabel. Die betroffenen schadhaften Leitungen sind bereits zu versottet (zugesetzt und mehrfach durchrostet), so dass bereits das Einziehen von PE-Leitungen zu erheblichen Erschwernissen oder gar neuen Beschädigungen (auch dieser PE-Leitungen) führen können
Variante-2.1: Neuverlegung von Teilsträngen in den betroffenen Bereichen
Die Arbeitsgruppe Wasser führte am 17.11.2024 eine Begehung des Parzellen-Bereiches P-120 bis P-114 und P-121 durch, um Möglichkeiten für den Verlauf einer neuen Trinkwasser-Versorgungsleitung zu eruieren. Wie bereits vom Vorstand auf der außerordentlichen Vollversammlung am 06.09.2024 berichtet, fanden wir in Einzelgesprächen mit betroffenen Pächtern und durch persönliche Augenscheinnahme bestätigt, dass Reparaturen am veralteten und versotteten Trinkwasserversorgungssystem durch zahlreiche individuelle Überbauungen und Überpflanzungen nur unter erheblichem Aufwand und mit für die Pächter inakzeptablen Beschädigungen bzw. Zerstörungen möglich wären. Mit anderen Worten ist es unvermeidbar, das Versorgungssystem auf eine andere geeignete Weise völlig zu erneuern.

Vorteile:
Ein für die betroffenen Parzellen scheinbar akzeptabler Arbeits- und Investitionsaufwand
Nachteile:
Erheblich erschwerte Zugänglichkeit; vorhandene Leitungswege nicht erschließbar; nicht mehr ausbaufähig
Variante-2.2: Umverlegung der Hauptstrangführung im betroffenen Bereich
Nach den Rohrbrüchen im Frühjahr 2024 wurden auch Überlegungen angestellt, die Hauptstrangführung im betroffenen Bereich auf den Amselweg umzuverlegen und von dort aus die Parzellen über Stichleitungen anzubinden. Das hätte zur Folge, dass die östlich gelegenen Parzellen von ihren westlich gelegenen Parzellen mitversorgt werden. Dem KG-Vorstand lag hierfür bereits ein Fremdleistungsangebot vor, das die Neuversorgung von 26 betroffenen Parzellen vorsieht (siehe hier).

Vorteile:
Ein für die betroffenen Parzellen scheinbar akzeptabler Arbeits- und Investitionsaufwand
Nachteile:
Jede westlich gelegene Parzelle muss für die hintere Parzelle mit erschlossen werden, womit Abhängigkeiten der hinteren östlich Parzellen von ihren vorderen westlichen Parzellen bestehen; keine verbesserte Anbindung an die jeweilige Hauptwasserentnahmestellen der einzelnen Parzellen; weiterhin erschwerte Zugänglichkeiten bei Havarien; kaum ausbaufähig
Variante-3: Neuverlegung von Teilsträngen über alternative Leitungswege
Hierzu lag bereits ein Vorschlag eines AG-Mitglieds vor, der bei der gemeinsamen Objektbegehung der AG WASSER am 17.11.2024 wieder aufgegriffen wurde. Der Vorschlag sieht vor, grundsätzlich neue Hauptstränge über die Hauptwege der Kleingartenanlage zu verlegen. Im Ergebnis wird von der Arbeitsgruppe folgender Verlauf der Hauptwasserleitung favorisiert:

Vorteile:
Teilmodernisierung des Trinkwasserversorgungsnetzes; bei Bedarf ausbaufähig für anliegende Parzellen; nachhaltig und leistungsfähig; langfristig wartungsfrei und nicht reparaturanfällig;
Nachteile:
Höherer Arbeits- und Investitionsaufwand als bei den Varianten 1. und 2.
Variante-4: Neuverlegung aller Rohrleitungsstränge
Diese Variante würde eine Verlegung bereits ab Parkplatz bzw. Hauptweg in Höhe Parzelle P-1 betreffen. Der bisher festgestellte Gesamtzustand des Wasserversorgungsnetzes rechtfertigt jedoch noch keine Realisierung dieser umfangreichen und sehr aufwändigen Variante – hier im Bild sogar komplett für die gesamte Kleingartenanlage dargestellt:

Vorteile:
Komplette Modernisierung des Trinkwasserversorgungsnetzes; nachhaltig und leistungsfähig; langfristig wartungsfrei und nicht reparaturanfällig
Nachteile:
Sehr hoher Arbeits- und Investitionsaufwand
Letzte Aktualisierung 15. Februar 2025