REVISIONSSCHÄCHTE

– Studien / Voruntersuchungen –

1. Regenwassertonnen vs. Steig- oder Schachtrohre:

Wir haben uns nicht wenige Gedanken um die Ausführung der Revisionsschächte gemacht und auch geeignete Materialien herausgesucht (siehe hier). Von einigen Gartenfreunden sind Überlegungen in die Diskussion geworfen worden, als Revisionsschächte einfache und daher auch preiswerte Regenwassertonnen o.ä. anstatt von Steig- oder Schachtrohren einzusetzen. Doch diesbezüglich gibt es begründete Bedenken:

Revisionsschächte sollen den Zugang zu unter der Erdoberfläche verlegten Installationen ermöglichen, also zu den Zu- und Ableitungen flüssiger und gasförmiger Medien, zu Elektro- und Kommunikationsleitungen, zu Armaturen, Schaltern, Maschinen (z.B. Pumpen), Messgeräten u.a.m.. Diese Schächte unterliegen mit zunehmender Einbautiefe den Seitendrücken des sie umgebenden Erdreiches (sog. Erddruck), was daher eine besondere konstruktive Ausführung (Steifigkeit) erfordert:

Bei überirdisch aufgestellten Tanks (Fässer, Tonnen usw.) müssen die Behälterwände den hydrostatischen oder sogar hydrodynamischen Innendrücken der eingelagerten Medien (Flüssigkeiten, Gase) standhalten, weil ihnen die Außenluft nur wenig entgegenzusetzen hat. Sie unterliegen hohen Dehn- bzw. Zugbelastungen nach Außen und sind daher in ihrer Konstruktion und dem verwendeten Material entsprechend auslegt.

Bei unterirdisch eingebauten Tanks für Regen- und Schmutzwasser sowie Vorratstanks für flüssige und gasförmige Stoffe wirkt der Innendruck der eingelagerten Stoffe gegen den Außendruck des sie umgebenden Erdreiches, so dass zwischen Innen und Außen ein gewisses Belastungsgleichgewicht besteht. Sind diese Behälter jedoch kaum oder nicht aufgefüllt, so bestehen (gleichsam bei Tauchglocken und U-Booten) hohe Druck- bzw. Pressbelastungen nach Innen.

Relativ offene Regenwassertonnen gehören zu den Behältern, die auf hydrostatische (und nicht hydrodynamische) Dehn- und Zugbelastungen durch das in ihnen gesammelte ruhige Wasser ausgelegt sind. Mit anderen Worten sind sie nicht für Belastungen durch auf sie wirkende Außendrücke, wie. z.B. durch umgebendes Erdreich, ausgelegt. Es muss also damit gerechnet werden, dass Behelfs-Revisionsschächte aus Regenwassertonnen, die dem äußeren Erdreich nur unkomprimierte Luft entgegenzusetzen haben, im Laufe der Zeit von Außen nach Innen ein- bzw. zerdrückt werden, so wie sich z.B. eine leere PE-Flasche mit sehr geringer Kraft von Außen zusammenpressen lässt.

Im Fazit also ist davon abzuraten, vergleichsweise dünnwandige Regenwassertonnen als preiswerte Revisionsschächte ins Erdreich einzubauen – „es kann längere Zeit gut gehen“, aber „es ist nicht wirklich professionell“.

2. Absicherung gegen unbefugten Zugriff

Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 24.01.2024 wurde der Wunsch vorgetragen, die innerhalb der Parzellen in unmittelbarer Zaunnähe verbauten Revisionsschächte gegen den Zugriff unbefugter Dritter absichern zu können. Gemäß dem auf der Versammlung bestätigten Projekt werden hierfür nun Schachtrohre DN 600 verwendet, und für die Abdeckung sind leichte Alu-Riffelbleche vorgesehen. Für den individuellen Zugriffsschutz empfehlen wir den beiderseitigen Einbau (einbetonieren) von H-Pfostenträgern, zwischen denen über dem Alu-Riffelblech verschließbar ein Riegel oder eine Kette befestigt wird. Das Alu-Riffelblech ist selbstverständlich am Riegel bzw. an der Kette auch so zu befestigen, dass es von Außen nicht ohne erheblichen Aufwand und von der Nachbarschaft unentdeckt abgetrennt werden kann – hier eine Prinzip-Darstellung:

Letzte Aktualisierung 21. Februar 2025